FC Red Bull Salzburg verliert einen wichtigen Rückhalt: Alexander Schlager, 30, verlässt den Verein nach drei Jahren und wechselt zum Bundesliga-Aufsteiger Werder Bremen. Der Torhüter, der seit Sommer 2023 Stammtorhüter der österreichischen Nationalmannschaft ist, hat für die Salzburger 113 Pflichtspiele bestritten – darunter in der Champions League und Europa League.
Was ist passiert?
Die Transferbestätigung kam heute: Schlager unterschreibt bei Werder Bremen und folgt damit seinem Nationalmannschaftskollegen Marco Friedl, der bereits im Sommer 2023 zu den Hanseaten wechselte. Der 30-Jährige aus Salzburg kehrte 2023 als Nummer-1-Torwart der Österreicher zurück und stand seither in 22 ADMIRAL-Bundesliga-Spielen, dem UNIQA-ÖFB-Cup sowie in europäischen Wettbewerben im Tor. Mit 37 Punkten liegt Salzburg aktuell auf Platz 2 der Bundesliga, nur einen Punkt hinter Sturm Graz. Schlager selbst begründete die Entscheidung mit der Identifikation zum neuen Arbeitgeber. „Am Ende des Tages will ich mehr und ich habe das Gefühl, dass Werder der perfekte Ort für mich ist“, sagte er. „Ich kann mich mit diesem Verein wirklich identifizieren – das war das entscheidende Kriterium.“ Vor seinem Wechsel tauschte er sich bereits mit Friedl und Romano Schmid aus, die in Bremen unter Vertrag stehen.
Warum der Abgang für Salzburg schmerzt
Der Verlust Schlagers trifft den Verein mitten in der Saisonvorbereitung. Der Salzburger war seit seiner Rückkehr 2023 eine Konstante im Tor und brachte internationale Erfahrung mit – etwa bei der WM 2026 in den USA, wo er als Stammtorhüter glänzte. Mit 42 Toren und nur 26 Gegentoren (+16) liegt Salzburgs Defensive aktuell auf einem starken Niveau, doch Schlagers Erfahrung wird schwer zu ersetzen sein.
Wie geht es weiter für die Bullen?
Salzburg muss nun schnell handeln, um die Lücke im Tor zu schließen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits, doch die Konkurrenz um Top-Torhüter ist groß. Interimsweise könnte etwa der junge Leo Mätzler einspringen, der zuletzt im Cup überzeugte. Die Bullen bleiben mit 10 Siegen, 7 Unentschieden und 5 Niederlagen aus 22 Spielen auf Titelkurs – doch der Druck steigt. Die Saison 2026/27 startet für Salzburg mit einem wichtigen Test: Am 27. Juli empfängt der Verein den SK Rapid Wien zum ersten Bundesliga-Spieltag.
FC Red Bull Salzburg